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03.04.2017 17:24 - 1. Männer - Geschafft! Greifswald/Loitz ist Handball-Landesmeister

Bereits fünf Spieltage vor Saisonende in der Handball MV-Liga steht die SG Uni Greifswald/Loitz als Landesmeister fest. Nach dem Sieg gegen Stavenhagen ist ihr der Titel nicht mehr zu nehmen.

 Mit einem klaren 35:19-Erfolg haben sich die SG-Spieler nicht nur den Landesmeistertitel gesichert, sondern auch den direkten Wiederaufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse, die Oberliga Ostsee-Spree. Mit stehenden Ovationen begleiteten die zahlreichen Zuschauer die letzten zwei Minuten ihrer Mannschaft, um dann wie die Spieler selbst ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.

 
Trainer Alexander Einweg fand nach der obligatorischen Bierdusche durch seine Spieler folgende Worte: „Wir gingen mit der klaren Zielstellung eines Sieges in diese Begegnung. Anfangs taten wir uns mit den Abwehrvarianten von Stavenhagen sehr schwer. Der Gegner nahm durch konsequente Manndeckung unsere Spielmacher Hannes Lemcke und Marc Hagemeier aus dem Spiel. Dazu kam eine gewisse Anfangsnervosität. Doch heute stand eine Mannschaft auf dem Parkett. Dass alle Feldspieler sich in die Torschützenliste eintrugen, beweist, dass jeder alles für den Mitspieler gab. Nach seiner Einwechslung machte Dennis Maß sein bestes Saisonspiel. Die Abwehr agierte sehr stark, allen voran beide Torhüter. Mit viel Bewegung liefen wir Stavenhagen mürbe und hielten den Gegner auf Distanz. Trotz des nun feststehenden Aufstiegs gilt es, die Spannung hochzuhalten und unseren Fans für die letzten vier Spiele weitere Erfolgserlebnisse zu bieten.“ 


In den ersten zehn Minuten brauchte Greifswald/Loitz Zeit, um sich zu sortieren und einen passenden Rhythmus zu finden. Durch Treffer von Lucjan Galus (2), Marc Hagemeier und Erik Schu- macher stand somit bis zu diesem Zeitpunkt eine knappe 4:3-Führung auf der Anzeigetafel. Nachdem Torwart Michael Borchardt einen Siebenmeter Stavenhagens pariert hatte, fand die SG Uni immer besser ins Spiel. 
Mannschaftskapitän Erik Schumacher riss nach der Manndeckung gegen Hagemeier das Spiel an sich und trug mit drei Treffern maßgeblich dazu bei, dass Greifswald/Loitz sich absetzen konnte. Als Sven Präkels neun Minuten vor der Halbzeitsirene auf 10:5 erhöhte, gelangte die SG Uni bereits auf die Siegerstraße. Im letzten Drittel der ersten Halbzeit ebnete Torhüter Borchardt mit starken Paraden den Weg zur 15:8-Halbzeitführung. 


In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren es vor allem Dennis Maß und Richard Seidel, die mit ihren Treffern vom Kreis den Vorsprung weiter ausbauten. „Ich musste heute Tore vom Kreis werfen, der Trainer hat mich auf die Position des Kreisläufers gestellt, da hatte ich keine andere Wahl“, sagte Richard Seidel nach dem Spiel. Dennis Maß fügte hinzu: „Heute hat es gepasst. Die Stimmung war schon vor dem Spiel sehr gut. Ich freue mich, dass ich mit meinen Treffern der Mannschaft weitergeholfen habe.“ 
Jedoch verliefen die zweiten zehn Minuten des zweiten Durchgangs ziemlich torarm. Hannes Lemcke und Richard Seidel trafen für die SG Uni zum zwischenzeitlichen 27:13. Ganz stark war die Leistung von Torwart Paul Weier nach seiner Einwechslung. Drei gehaltene Bälle hintereinander zeigten beim Gegner Wirkung. Das letzte Spieldrittel wurde dann zum Schaulaufen für die SG Uni. Trainer Einweg wechselte den Torhüter bei eigenen Angriffen zugunsten eines siebten Feldspielers aus. Acht Treffer in den letzten zehn Minuten bestätigten seine Taktik. 


Den letzten Treffer der SG Uni zur Meisterschaft erzielte Julian Schramm eine Minute vor dem Abpfiff. Der Stavenhagener Treffer zum 35:19 war nur noch Ergebniskosmetik. Um 18.21 Uhr ertönte die Schlusssirene, und die SG Uni konnte über ihre Rückkehr in die Oberliga Ostsee-Spree jubeln. Enrico Herberg, erster Vereinsvorsitzender der SG Uni, sagte nach dem Spiel: „Die Mannschaft hat in dieser MV-Liga Saison eine kontinuierliche Leistung gezeigt und sich verdientermaßen mit dem Aufstieg belohnt. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und den Trainer.“ 


SG Uni: Borchardt, Weier – Maß (4), Hoffmann (1), Schramm (3/1), Seidel (4), Hagemeier (3/1), Galus (6), Romeikat (2/2), Wolski (2), Schulz (1), Schumacher (5), Lemcke (3), Präkels (1) 

Quelle: Nordkurier