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18.04.2017 10:01 - 1. Männer der SG Uni Greifswald/Loitz erringen Duselsieg in Stralsund

Die Vorzeichen im Spiel der Handball MV-Liga zwischen der zweiten Mannschaft des Stralsunder HV und der SG Uni Greifswald/Loitz deuteten auf eine Pflichtübung beider Mannschaften hin. Greifswald/Loitz als bereits feststehender Landesmeister wollte sich für die Heimniederlage in der Hinrunde revanchieren und Stralsund als Tabellensiebter den neuen Meister ein zweites Mal ärgern. Am Ende wäre dieses Vorhaben dem Stralsunder HV fast gelungen. Erst in den Schlussminuten drehte Greifswald/Loitz die lang andauernde Stralsunder Führung und kam zu einem knappen 18:17 Erfolg. Alexander Einweg, Trainer der SG Uni Greifswald/Loitz, hielt sich nach dem Spiel mit derber Schelte zurück, kritisierte das Auftreten seiner Mannschaft dennoch.: „ Wir haben hier mächtig kämpfen müssen. Unsere Abwehr agierte sehr stark. Aus dem Rückraum erzielten wir kaum Wirkung.

Im Angriff dominierte lange Zeit der Krampf in unseren Aktionen. Die zweite Angriffswelle spielten unsere Akteure nicht wie gewohnt diszipliniert und erfolgreich aus. Am Ende gelang uns ein Arbeitssieg, bei dem uns Stralsund alles abverlangt hat. „ so der Uni-Trainer nach dem Abpfiff. Das Haftmittelverbot in der Stralsunder Halle machte der SG Uni vom Anpfiff weg zu schaffen. Erst nach drei Minuten traf Julian Schramm zum ersten Mal und brachte Greifswald/Loitz in Führung. Was dann folgte war ein Fehlwurffestival erster Güte. Nach 20 Minuten glich Stralsund zum 5:5 aus. Schrittfehler und Fehlwürfe prägten das Spiel der SG Uni. Dank einer überragenden Leistung von Torwart Michael Borchardt konnte sich Stralsund nicht absetzen. Eine Führung von 7:5 und eine Strafzeit für Stralsund konnte Greifswald/Loitz nicht nutzen. Greifswald/Loitz bekam kein Tempo ins Spiel und kassierte drei Gegentreffer in Folge. Sekunden vor der Halbzeitsirene glich Lucjan Galus zum 8:8 Pausenstand aus. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gelangen Greifswald/Loitz nur zwei Treffer durch Marc Hagemeier. Mitte der zweiten Halbzeit setzte sich Stralsund auf 14:12 ab, doch wiederum Marc Hagemeier und Hannes Lemcke stellten den Ausgleich zum 15:15 her.

Hagemeier verwandelte alle sechs Siebenmeter der SG Uni. Eine starke Abwehr, besonders Robert Schulz und Torwart Michael Borchardt kompensierten die vergebenen Abschlüsse ihre Vorderleute. In den letzten fünf Minuten kämpfte Greifswald/Loitz vehement gegen die sich anbahnende Niederlage an. Julian Schramm warf die SG Uni mit 17:16 nach vorn. Eine Minute vor dem Abpfiff glich Stralsund erneut aus. Der letzte Angriff der SG Uni war zum Erfolg verdammt. Trainer Einweg stellte seine Mannschaft in einer Auszeit auf diesen Angriff ein. Marc Hagemeier kam in Wurfposition und traf. „ Ich wusste, wenn der nicht reingeht bin ich der Dumme, also habe ich getroffen. „ beschrieb Hagemeier seine Gefühle in dieser Situation. Am Ende gewann die SG Uni äußerst glücklich, aber auch verdient.

 

SG Uni Greifswald/Loitz:

 

Borchardt, Weier – Maß (1), Biel, Hoffmann, Schramm (4), Seidel (1), Hagemeier (8/6), Galus (2), Wolski, Schulz (1), Lemcke (1)

 

Statistik:

 

Siebenmeter:               Greifswald/Loitz         6, alle verwandelt

                                 Stralsund                 4, alle verwandelt

 

Strafen:                       Greifswald/Loitz         keine

                                  Stralsund                 4 x 2 Minuten

Quelle: Nicht angegeben