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13.10.2017 14:50 - Handballer im neuen Wohnzimmer

Zum ersten Spiel in der neuen Heimstätte erwartet die Spielgemeinschaft einen wohlbekannten Gegner.

Die Ostsee-Spree-Liga- Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz gehen neue Wege. Erstmals tragen sie ein Heimspiel nicht in ihrem Wohnzimmer „Peenetal-Halle“, sondern in der Sporthalle im Greifswalder Schönwalde-Center aus. Der perfekte Gegner für die Premiere ist am Sonnabend der Vorpommern-Rivale und aktuelle Tabellen-Zweite Stralsunder HV (Anpfiff 19 Uhr). „Wir wollen mehr Leute für den Handball begeistern, sowohl Sportler als auch Sponsoren. Greifswald ist ein schlafender Riese und so ein Derby ist die beste Gelegenheit, um das Interesse zu wecken“, sagt SG-Trainer Alexander Einweg. In die Greifswalder Mehrzweckhalle passen 800 Zuschauer, zum Spiel dürfte sie mit den Fans beider Lager gefüllt sein. 


Greifswald hatte seine besten Handball-Zeiten in den 1960er Jahren, als der Übergang vom Feld- zum Hallenhandball vollzogen worden war. Damals spielten sowohl die Frauen als auch die Männer der HSG Wissenschaft in der DDR-Liga und -Oberliga. Jetzt ist die Greifswald/Loitzer Spielgemeinschaft in der viertklassigen Ostsee-Spree-Liga aktiv und steht als Aufsteiger auf einem beachtlichen vierten Tabellenplatz. „Wir haben einen sehr guten Saisonstart hingelegt, unser Ziel bleibt aber der Klassenerhalt. Stralsund will in die 3. Liga aufsteigen und ist bisher noch ohne Minuspunkt. Die Favoritenrolle ist also klar verteilt“, schätzt Einweg die Situation vor dem Derby ein. 
Beide Vereine pflegten früher eine gute Zusammenarbeit. Als die Stralsunder noch in der Bundesliga spielten, bekamen SHV-Talente das Zweitspielrecht für den damaligen Regionalligisten Loitz.

Auch der heutige SHV-Trainer Markus Dau hat eine Loitzer Vergangenheit: „Ich hatte dort drei sehr schöne Jahre, sowohl sportlich als auch menschlich. Von damals sind allerdings nur noch Torwart Michael Borchardt und Rechtsaußen Erik Schumacher übrig.“ Die Mannschaften kennen sich also gut, einige Spieler haben schon beide Trikots getragen. Die Trainer haben sich Spiele des Gegners angesehen und die Systeme analysiert. Beide werden tief in die Trickkiste greifen müssen, um ihren Gegenüber zu überraschen und die Halle als Derby-Sieger verlassen zu können. 

Quelle: Nordkurier