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16.10.2017 14:34 - Loitzer Handballer verlieren Vorpommern-Derby deutlich

Es war das erste von vier Spielen, die das Oberliga-Team in Greifswald absolvierte. Dass das Debüt in die Hose ging, lag vor allem an den Gästen aus Stralsund, die mit ihrer Taktik zu Beginn der zweiten Spielhälfte die Partie für sich entschieden.

Premiere schief gegangen – zumindest sportlich! Erstmals ist ein Viertliga-Handballspiel in Greifswald ausgetragen worden. Ostsee-Spree-Ligist SG Uni Greifswald/Loitz hat dabei eine heftige 22:32 (11:14)-Niederlage im Vorpommern-Derby gegen den Stralsunder HV kassiert. Normalerweise spielt die SG in der Loitzer Peenetalhalle, diesmal wurde die Partie zum Kooperationspartner HSG Uni ausgelagert. „Wir hatten mehr als 500 Zuschauer, so viele sind in Greifswald seit vielen Jahren nicht mehr zum Handball gekommen. Ich hoffe, dass viele Greifswalder ihr Herz für diesen Sport wiederentdeckt haben und wir dadurch auch neue Sponsoren finden“, sagte HSG-Abteilungsleiter Bernt Petschaelis. „Wir wollen die lange Handballtradition in der Stadt bewahren und wieder leistungsorientiert spielen. Seit vier Jahren arbeiten wir mit Loitz zusammen und wollen diese Partnerschaft weiter ausbauen.“ 


Es war ein hitziges Derby. Harter Kampf und große Emotionen auf dem Spielfeld, würdige Atmosphäre auf den Rängen. Die Fanclubs aus Loitz und Stralsund peitschten ihre Teams lautstark nach vorn, die „neutralen“ Zuschauer aus Greifswald genossen den Handball- Leckerbissen eher ruhig. Das Team von SG-Trainer Alexander Einweg spielte eine starke Anfangsphase. Vor allem die Rückraumspieler Hannes Lemcke, Marc Hagemeier und Aleksander Kokoszka trafen. Loitz führte zwischenzeitlich mit zwei Toren (5:3, 9. Min.). 


Mannschaft will für Begeisterung sorgen 


Danach kam Stralsund besser ins Spiel und legte schon bis zur Pause leicht vor. „In der zweiten Halbzeit hat Stralsund offensiver verteidigt und damit kamen wir überhaupt nicht klar. Obwohl wir uns genau darauf vorbereitet hatten, konnten wir unseren Plan nicht umsetzen. Das ist sehr enttäuschend“, so Einweg. „Wir haben sechs Punkte aus fünf Spielen, damit sind wir sehr zufrieden. Verloren haben wir als Aufsteiger gegen die beiden Topteams, das kann passieren. Trotz der Niederlage haben wir den Fans ein ordentliches Spiel geboten und ich hoffe, dass wir in Greifswald auch in Zukunft für Begeisterung sorgen können.“ 
Durch die Niederlage rutschte die SG auf den fünften Tabellenplatz ab. Die Loitzer spielen in dieser Saison noch dreimal in Greifswald, als nächstes am 11. November gegen Ludwigsfelde. 


Greifswald/Loitz: Borchardt, Weier – Henk, Stubbe, Czekansky, Stefanicki (2), Schramm (1), Seidel, Hagemeier (5), Olejniczak (2), Wolski (3), Kokoszka (3/1), Schumacher (3), Lemcke (3) 

Quelle: Nordkurier