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27.10.2017 00:44 - Loitzer-Urgestein will es noch einmal wissen

Seit elf Jahren ist Handballer Michael Borchardt bei der SG Uni Greifswald/Loitz aktiv. Mit seiner Erfahrung möchte er sein Team zu Siegen führen. Der Torhüter hat aber auch kein Problem damit, wenn er mal auf der Bank Platz nehmen muss.


Loitz. Dieser Mann hat Loitzer Handball-Blut in seinen Adern. Michael Borchardt, 35 Jahre, Torwart beim Ostsee-Spree-Ligisten SG Uni Greifswald/Loitz. Morgen empfängt die SG um 19 Uhr den Grünheider SV in der Peenetalhalle, Borchardts Ziel ist klar definiert. „Wir müssen gegen Grünheide punkten. Nach drei Niederlagen in Folge sind wir mal wieder dran und mit Hilfe unserer Fans werden wir es auch schaffen“, so der gelernte Krankenpfleger, der im Neubrandenburger Klinikum arbeitet.


Borchardt begann seine Handball-Laufbahn beim SV Einheit Demmin und wechselte vor elf Jahren nach Loitz. Bis in die 3. Liga schaffte er es mit dem damaligen HSV Peenetal. Vor der Abstiegs-Saison aus der Ostsee-Spree- in die MV-Liga vor drei Jahren nahm er eine Auszeit, unter anderem wegen der Geburt seiner Tochter. Zur vergangenen Spielzeit kehrte Borchardt zurück, schaffte mit der SG den sofortigen Wiederaufstieg und gehört auch in dieser Saison zu den absoluten Leistungsträgern seines Teams. „Aktuell läuft es sehr gut.

Als Aufsteiger sind wir sportlich im Soll, die drei Siege zu Saisonbeginn sind Gold wert. Ich selbst fühle mich topfit und komme schmerzfrei durch das Training und die Spiele. So lange der Körper mitmacht, entscheide ich von Jahr zu Jahr, ob ich weiterspiele.“ Borchardt ist ein Handball-Besessener – ehrgeizig, trainingsfleißig, der perfekte Führungsspieler und deshalb auch für Trainer Alexander Einweg enorm wichtig. „Micha strahlt einfach Autorität aus, und zwar nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb. Er nimmt seine Führungsrolle bewusst wahr und ist sportlich und menschlich ein Vorbild für die jungen Spieler“, sagt der SG-Coach.


Borchardt bildet in Loitz zusammen mit dem jungen Paul Weier das Torhüter-Duo. In den ersten Saisonspielen war der Routinier gesetzt, glänzte mit Top-Quoten. Beim letzten Spiel gegen OSF Berlin (22:23) kam er nicht zum Einsatz – kein Problem, meint Borchardt. „Paul hat sehr gut gehalten, da gab es keinen Grund zu wechseln. Auswärts 23 Gegentore zu kassieren, ist eine starke Bilanz. Er hat viel Talent und ich hoffe, ihm mit meiner Erfahrung helfen zu können.“


Wer morgen gegen Grünheide im Loitzer Tor steht, bleibt noch abzuwarten. Die Rand-Berliner zählen seit der vergangenen Saison zu den Liga-Topteams und haben personell noch einmal nachgerüstet. Aktuell sind sie als Tabellen-Zwölfter allerdings noch hinter ihren Erwartungen. Die Chancen auf den vierten Saisonsieg stehen für Michael Borchardt und die Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz also gar nicht einmal so schlecht.

Quelle: Nicht angegeben